Altes Jahr – neues Jahr

So, der Jahreswechsel ist geschafft, und ich habe die ruhigen Tage genutzt zu einem Rückblick auf 2016 und einem Ausblick auf 2017. Alles zu schreiben, was mir dazu durch den Kopf gegangen ist, wäre sehr umfangreich, und ich möchte auch ungern alles wiederholen, was andere schon an Rück- und Ausblicken geäußert haben – natürlich fand ich alles Schlimme im letzten Jahr auch schlimm und natürlich wünsche ich mir, dass das Jahr 2017 vor allem friedlicher wird (ich befürchte allerdings, dieser Wunsch wird nicht wahr).

Deshalb nur ein kleiner Blick zurück: meine persönliche Lieblingsformulierung aus 2016 ist „danke, Merkel“ :-).

Es war spätestens seit dem großen Flüchtlingsansturm Ende 2015 völlig egal, welches Ungemach über jemanden hereinbrach, die Quintessenz war immer: DA müsste die Merkel sich mal drum kümmern, statt mit schmierigen, gierigen, aber virilen Zuwanderern Selfies zu machen.

Am besten fand ich in dem Zusammenhang ein Interview mit einer Frau, die in die Kamera nölte, sie hätte letzte Woche im wie-auch-immer-Markt eine Packung Käse gekauft, und die wäre jetzt schon vor dem Öffnen verschimmelt, obwohl sie das Mindesthaltbarkeitsdatum noch lange nicht hätte. Und dass die Merkel (das hat sie allen Ernstes gesagt!) sich mal um solche Sachen kümmern sollte statt immer nur um die Flüchtlinge…

„Danke, Merkel“ ist bei uns zu Hause zum geflügelten Wort geworden als Reaktion auf jedes Ungemach, angefangen von Wühlmaushügeln im Garten bis hin zu angebranntem Fleisch. „Danke, Merkel“ rufen wir dann empört Richtung Berlin.

Und ein klitzekleiner Vorsatz für das neue Jahr hat sich auch herauskristallisiert:
keinesfalls mehr irgendwelche Kommentare im Netz, insbesondere bei Facebook, lesen und, falls es doch mal versehentlich passiert, unter gar keinen Umständen dort mitkommentieren.

Es ist gar nicht nur der ganze Unfug, der z. B. jetzt im Zusammenhang mit den „Nafris“ wieder im Netz landet. Sondern die ganz alltäglichen, spießbürgerlichen, mal schnell aus Wikipedia kopiert und als eigene Erkenntnis verbreiteten Kommentare zu irgendwas. Die unerträgliche Ironieresistenz von manchen Menschen, der unbezähmbare Wille, alles, was einem irgendwie nicht in den geistigen Vorgarten passt, sofort mit Stumpf und Stiel auszureißen, das fast schon vorsätzliche Missverstehen von Dingen, das Hetzen, das Äußern von immer denselben dummen, stumpfen Parolen unter jedem Beitrag, egal, zu welchem Thema der war…
Und die Frage, wieviele komplett Verstrahlte in dieser Republik eigentlich frei herumlaufen, und wie oft man die, ohne es zu merken, im Supermarkt hinter sich oder im Bus neben sich hat. Das macht ja schon Pickel beim Drübernachdenken!

In dem Sinne: ein friedliches, glückliches und gesundes Jahr für alle Menschen in Deutschland und der Welt!

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