Neulich am Pfandautomaten

Hey, ihr asoziales Ehepaar mittleren Alters!

(Um Missverständnissen vorzubeugen: die Herrschaften sahen gutbürgerlich aus – ihr Verhalten war asozial; eine deutliche Ermahnung, dass man vom Außen nicht immer auf das Innen schließen kann)

Ihr blockiert im Supermarkt nicht nur zwei nebeneinander stehende Pfandgut-Rücknahme­automaten gleichzeitig und degradiert damit die Handtuch-Ausbreiter auf Malle zu Dilettanten. Nein, ihr legt dann auch noch trödelig und unkoordiniert eure Flaschen und Kisten in die Automaten ein, weil ihr mit der parallelen Bedienung vollkommen überfordert seid! Ich kann mir ein Urteil erlauben, ich hatte ja genügend Zeit zum Zuschauen mit meinen drei Bierflaschen in der Hand.

Dann steht ihr zeternd vor dem einen Automaten rum, den ihr durch euer bescheuertes Befüllen zum Blockieren und Signal­heulen gebracht habt und vergesst, dass den anderen Automaten immer noch niemand benutzen kann, weil ihr dort euren Pfandbon noch nicht ausgedruckt habt.

Wenn man dann als Kundin den Bon für euch zieht, um endlich das eigene Leergut loszuwerden – ja, dann steht ihr da und guckt, als hätte man euch gerade ein Nieten­handschuh­fisting angeboten.

Und nur mit Mühe bekommt ihr eure Gesichtszüge wieder unter Kontrolle, weil man euch schnell genug mit einem vernichtenden Gesichtsausdruck euren Pfandbon in die Hand drückt.

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