Wer schützt die Filzlaus?

Die Filzlaus stirbt aus! Wie kürzlich gemeldet wurde, verschwinden die Lebensräume des kleinen Gesellen zusehends. Das im Volksmund auch als „Sackratte“ bekannte Krabbeltierchen findet kaum noch besiedelbare Biotope, weil sich die Rasurgewohnheiten im Intimbereich in weiten Teilen der Bevölkerung hin zum Kahlschlag verändert haben.

Sehr wahrscheinlich wird die Filzlaus nicht so viel Glück haben wie zum Beispiel der Juchtenkäfer oder die Bechsteinfledermaus.

Die kennen noch viel weniger Menschen aus eigener Anschauung, und für unverzichtbar hält sie auch nicht jeder. Aber wenn irgendwo die Population eines solchen Nischenbewohners in Gefahr ist, weil sein Biotop durch Menschenhand zerstört wird, finden sich schnell Tierschützer, die alles dafür tun, diesen Lebensraum für die kleinen Erdenmitbewohner zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Manchmal wird auch einfach ein Wald gerodet, um eine – aus Menschensicht – passende Umgebung für einen Schmetterling zu erschaffen (http://youtu.be/t4RgjMl5Nyw) – nicht auszudenken, was geschehen wäre, wenn es in dem Wald auch noch Juchtenkäfer gegeben hätte…

Der Renner sind seit einiger Zeit Insektenhotels, die angepriesen werden wie warmes Bier. Sie haben meist eine Fläche von ca. 1 qm und sind aus unterschiedlichen Naturmaterialien gebaut. Die „Hotels“ sollen Insekten, denen wir Menschen durch Totholzbeseitigung, Baumrodung, Fassadenversiegelung etc. den Lebensraum auf hunderten von Quadratkilometern zerstören, ein neues Heim bieten.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: bislang ist noch keine Gruppe von Tierfreunden bekannt, die sich für den Schutz der Filzlaus starkgemacht hat. Und es hat auch noch niemand von seinem Plan berichtet, persönlich an der Erschaffung eines kuscheligen Filzlausbiotops mitzuwirken.

Als gutgemeinter Ansatz kann die Form der Kinnbehaarung bei einigen vornehmlich jungen Männern angesehen werden, die zumindest optisch dem bevorzugten Filzlauslebensraum ähnelt. Sie erfüllt aber vermutlich nicht die erforderlichen Bedingungen für ein Filzlausmilieu, da Lichtverhältnisse und Umgebungstemperatur für die kleinen Sechsbeiner nicht optimal sind.

Sollte sich jemand mit persönlichem Engagement für den Erhalt der Filzlaus einsetzen, stände in diesem Blog die Möglichkeit eines ausführlichen Interviews mit Foto des Artenschützers zur Verfügung!

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